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Monday, May 6th 2019, 8:15am

Tierschutz im Rhein-Sieg-Kreis: Veterinäramt geht 500 Anzeigen pro Jahr nach

Rhein-Sieg-Kreis. Die Tierärzte aus der Kreisverwaltung setzen die Einhaltung von Tierschutzbestimmungen durch. Manchmal müssen sie sich auch selbst schützen, denn die Gewalt gegen Behördenmitarbeiter nimmt zu. Von Bettina Köhl, 29.04.2019 Im Mai beginnt wieder die Zeit, in der Rehe ihre Kitze in Feldern und Wiesen ablegen. Nur zum Säugen oder zum Säubern des Nachwuchses kommen die Mütter zurück. „Es ist also in der Regel zunächst normal, ein jung geborenes Wildtier alleine aufzufinden“, sagt Klaus Mann, Leiter der Abteilung Tiergesundheit im Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises. Über ihren ausgeprägten Geruchssinn sind die Rehe immer mit ihrem Jungtier verbunden. Die neugeborenen Tiere haben selber nur sehr wenig Eigengeruch, um dadurch vor Feinden geschützt zu sein. Durch menschliche Berührung nimmt das Rehkitz menschlichen Geruch an, und wird dann von der Mutter nicht mehr genährt. Deshalb: Finger weg von Rehkitzen. Die Wildtiere sind nur einer von vielen Bereichen, um die sich die Abteilung Tiergesundheit im Kreishaus kümmert. „Wir setzen vor allen Dingen den gesetzlichen Tierschutz durch“, erklärt Mann. Der promovierte Tierarzt arbeitet seit 27 Jahren im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt. Im Schnitt gehen pro Jahr 500 Anzeigen von Missständen bei der Behörde ein, die von Rindern im Matsch bis zum Wellensittich im winzigen Käfig reichen. Insgesamt kümmern sich in Manns Abteilung sieben Tierärztinnen und Tierärzte um ein umfangreiches Aufgabenpaket, das viele Fahrten in die 19 Kommunen des Kreises mit sich bringt. Sie überwachen landwirtschaftliche Betriebe, errichten Sperrgebiete zur Bekämpfung von Tierseuchen, beurteilen Hunde auf Gefährlichkeit, überwachen die Hausapotheken in Tierarztpraxen und kontrollieren jeden Langzeittransport von Nutztieren, der den Rhein-Sieg-Kreis verlässt. So werden zum Beispiel regelmäßig Zuchtrinder nach Weißrussland, Nordafrika oder in die Türkei gebracht. Veterinäre und Lebensmittelkontrolleure arbeiten im Kreishaus Hand in Hand. „Beim Verbraucherschutz gibt es immer wieder Berührungspunkte“, erklärt Mann. Die Überwachung reiche „vom Stall bis auf den Teller“. Afrikanische Schweinepest als Gefahr In der Seuchenbekämpfung geht es laut Mann zurzeit darum, mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Afrikanische Schweinepest den Kreis erreicht. Er und seine Kolleginnen führen Gespräche mit Jägern und Landwirten. Ein Stichwort heißt Biosicherheit: Schon ein Erdklumpen am Auto oder am Stiefel kann dafür sorgen, dass das Virus aus Belgien oder Osteuropa eingeschleppt wird. Informationen und Überzeugungskraft spielen in allen Arbeitsbereichen der Veterinäre eine große Rolle. „Man muss eine ganze Menge Energie aufbringen, um Menschen davon zu überzeugen, dass sie Fehler gemacht haben“, weiß Klaus Mann. Das gilt für den Privatmann, der seine Schlange nicht artgerecht hält, ebenso wie für den Landwirt, der sein Vieh vor Seuchen schützen soll. Die aufsehenerregenden Fälle, wo jemand Dutzende von Katzen in einer verwahrlosten Wohnung hortet, sind eher selten. Oft ist Unwissenheit im Spiel. „Die gesetzlichen Vorschriften sind nicht jedem Tierhalter klar“, so der Tierarzt. Deshalb komme es zum Beispiel vor, dass Käfige oder Zwinger zu klein seien. „Die meisten Menschen wollen ihre Tiere so gut wie möglich halten und sind bereit, etwas zu verändern.“ Missstände möglichst konkret benennen Die Tierärzte gehen jeder Anzeige nach. Dabei hilft es ihnen, wenn der Missstand konkret beschrieben wird und Fotos angefügt sind. Es gibt aber auch den einzeiligen Hinweis „da werden Tiere schlecht gehalten“. Nicht immer müssen die Veterinäre eingreifen. „Wir sind als Behörde der Sachlichkeit verpflichtet. Der klassische Tierschützer geht anders vor“, sagt Klaus Mann. Wenn zum Beispiel ein Bauer seine Rinder im März einem kurzen Schneeschauer auf der Weide aussetze, könnten die Tiere das verkraften. Anders ist es beim Schutz von Rehkitzen, Gelegen und Junghasen: Da sind Landwirte und Lohnunternehmer verpflichtet, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen, bevor sie ihre Wiesen und Felder mähen. Sie können zum Beispiel eine Drohne mit Wärmebildkamera aufsteigen lassen, Felder mit Jagdpächter und Hund absuchen oder Scheuchen aufstellen, damit Muttertiere mit ihren Jungen eine Fläche verlassen. Klaus Mann war privat schon bei einer Aktion dabei, wo zwei Kitze gerettet und kurze Zeit später von der Mutter weggeführt wurden. „Es ist schön zu sehen, dass Menschen sich diese Mühe geben. Wer einfach drübermäht, ohne sich zu kümmern, handelt strafwürdig“, sagt der Tierarzt. Die Mitarbeiter des Veterinäramtes kommen ohne Anmeldung an die Haustür oder in den Stall. Da kann es auch mal vorkommen, dass sie bedroht werden. „Es geht in den Privatbereich von Menschen, da herrscht ein hoher Spannungsdruck“, weiß Klaus Mann. Die Gewalt gegen Mitarbeiter von Behörden und Rettungskräfte nehme derzeit bundesweit zu. „Auch wir erleben eine Zunahme von Gewalt.“ So müssen sich die Wächter des Tierschutzes manchmal selbst schützen. Die zentrale Servicenummer des Veterinäramtes im Siegburger Kreishaus lautet 02241132335. Per E-Mail sind die Mitarbeiter unter veterinaeramtrhein-sieg-kreis.de zu erreichen.

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