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Monday, May 6th 2019, 8:15am

Arbeitseinsatz Blühwiese ist Beitrag zu Klima- und Artenschutz

Munderkingen Andreas Hacker 05.05.2019 Katholische Jugend, BUND Munderkingen und der Bauhof fräsen die Grasnarbe ab und bringen eine Saatgutmischung auf, die Insekten im Frühjahr hilft. Es geht um Artenvielfalt und Klimaschutz: Auf einem städtischen Grundstück am Höhenblick in Munderkingen haben die katholische Jugend und die BUND-Ortsgruppe eine Wiese so bearbeitet, dass unter und um den prägenden Apfelbaum eine Blühwiese entstehen kann. Unterstützt vom Bauhof, wurde die humus- und nährstoffreiche Oberschicht abgefräst und dann in schwerer Arbeit mit Schaufel und Schubkarren abgefahren. Am Grundstücksrand entstand so ein Wall, der später noch mit frühblühenden Sträuchern bepflanzt werden soll, wie Brigitte Schmid vom BUND erklärt hat: Für Bienen fehle vor allem im ganz zeitigen Frühjahr ein Angebot, und da können zum Beispiel frühblühende Stachelbeeren diese Lücke schließen. Die Stachelbeeren werden dann später von den Kindern im nahen Kindergarten Loreley geerntet, der die Blühwiese auch sonst in seine Arbeit einbeziehen will. So ist, sagt Brigitte Schmid, auch der Bau von Wildbienenhotels geplant. Auf die von der Grasnarbe befreite Erde kam am Samstag eine Mischung aus Samen und Sand, die so einen, jetzt nährstoffarmen Boden braucht. Die Samenmischung besteht zu 60 Prozent aus einjährigen Blumen, deren Samen aber auch ausfallen, und zu 40 Prozent aus bis zu fünfjährigen Pflanzen, so dass die Blühwiese nach Erwartungen des BUND erst in ein paar Jahren wieder nachgearbeitet werden muss. „Klima- und Artenschutz fangen vor Ort an“, sagte Bürgermeister Dr. Michael Lohner, der mitgearbeitet hat. Er will versuchen, für diese lokalen Aufgaben Bewusstsein zu schaffen und Verständnis zu wecken: „Das wird auch mal trocken sein und wüst aussehen“, sagt Lohner mit Blick auf heiße Tage und verblühte Blumen, „doch das gehört zum Modell.“ Lohner lobt das Engagement der katholischen Jugend und sagt in Anspielung auf die Schulstreiks für den Klimaschutz, das sei für ihn „Saturday morning for future“. Ganz fertig geworden sind die Helfer an diesem Samstag aber nicht: Am Nachmittag war der Regen so stark, dass die Arbeiten unterbrochen wurden; sie sollen am Montagabend abgeschlossen werden. Die katholische Jugend beteiligt sich mit diesem Einsatz an der 72-Stunden-Aktion, die in vielen Gemeinden aber erst später stattfindet. Sie hat sich fürs Vorziehen entschieden, weil es für das Aussäen der Blühwiese Ende Mai zu spät wäre. Die jungen Katholiken haben sich schon am Freitagabend im Gemeindehaus St. Michael zu Spielen, einem Film­abend, Grillen und einer Nachtwanderung getroffen, erzählt Robert Krutz, haben dann im Gemeindehaus übernachtet und sind nach einem gemeinsamen Frühstück zum Arbeitseinsatz gekommen. Zum Abschluss gingen alle noch zum Eisessen.