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Monday, May 6th 2019, 8:15am

Ein Projektmanager soll es möglich machen Regionale Bratwürste und Bio-Bier

Die "Ile Kulturraum Ampertal" ist jetzt Öko-Modellregion. Das bringt ihre Ideen der Umsetzung ein Stück näher Es sind noch Abstimmungsgespräche mit den zuständigen Behörden nötig, doch dann kann es losgehen mit der Öko-Modellregion Ampertal. Am vergangenen Donnerstag sind die Preise verliehen worden, auch die "Ile Kulturraum Ampertal" war dabei. Der Zusammenschluss von zwölf Kommunen von Fahrenzhausen über Allershausen, Kirchdorf, Kranzberg, Langenbach, Wolfersdorf und Zolling bis Freising hat sein Ziel erreicht, eine der nun 27 Modellregionen in Bayern zu werden. Mit dem Wettbewerb, den das Landwirtschaftsministerium seit 2013 auslobt, soll der regionale Absatz für Bio-Landwirte angekurbelt werden. "Ile", das steht für "Integrierte Ländliche Entwicklung im Kulturraum Ampertal", Vorsitzender ist der Allershausener Bürgermeister Rupert Popp. Aber auch bei Konrad Springer, dem ehrenamtlichen Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft und früheren Kirchdorfer Bürgermeister, ist die Freude groß. Das Geld aus dem Landwirtschaftsministerium fließt zwar nicht direkt in konkrete Projekte, doch es wird damit die Stelle eines Projektmanagers zwei Jahre lang zu 75 Prozent finanziert. Den Rest müssen die Kommunen selbst bezahlen. Aufgabe dieses Projektmanagers ist es, Bio- und konventionelle Bauern, Verarbeiter und Kunden zusammen bringen. Wie das geschehen kann, dafür hat die Ile Ampertal in ihrer Bewerbung für den Wettbewerb eine Menge guter Ideen aufgelistet. Dass nicht nur Öko-Bauern von den Aktivitäten profitieren, sondern auch konventionelle, davon ist Konrad Springer überzeugt, "da tritt dann das Regionale in den Vordergrund". Außerdem sei der Projektmanager auch für die Beratung der Landwirte da, etwa zum Umstieg auf Öko-Landbau oder bei Fragen zu Zertifizierungen. Es sind auch beileibe nicht mehr nur bloße Ideen in der Bewerbung zur Öko-Modell-Region. Vielmehr hat die Ile Ampertal schon einige Vorarbeit geleistet. Maßgeblich daran beteiligt waren Theresa Hautzinger und Jakob Zips, zwei Studenten der Technischen Universität München in Weihenstephan, die im Studium das Bewerbungskonzept verfasst haben. Für jede der Aktionen, etwa die Kooperation der Langenbacher Tagwerk-Biometzgerei mit örtlicher Hotellerie und Gastronomie oder die Verarbeitung von Bio-Getreide aus der Region in örtlichen Bäckereien, gibt es bereits konkrete Interessensbekundungen auf beiden Seiten. Auch regionale Bio-Bratwürste sind angedacht, die bei öffentlichen Anlässen gebraten werden könnten. Ein weiterer Vorstoß geht in Richtung der zahlreichen Brauereien in und um Freising. Hier schwebt der Ampertal-Ideenschmiede ein Bio-Bier mit regionalem Getreide vor. Rein numerisch besteht Marktpotenzial. Immerhin umfasst das Gebiet der Ile Ampertal 335 Quadratkilometer mit rund 80 000 Einwohnern, nachdem sich mittlerweile auch noch Paunzhausen, Hohenkammer und Attenkirchen angeschlossen haben. Das Bewusstsein der potenziellen Kunden für den Aufbau eines regionalen Versorgungsnetzes mit Lebensmitteln will die Ile mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit fördern, auch das ist Bestandteil des Konzeptes. Dass die Nachfrage auch von Seiten der Landwirte da ist, davon ist Konrad Springer überzeugt: "Es gibt sehr viele Biobauern im Ampertal, mehr als man denkt."